¡Hola Valle de Santiago – Werkseröffnung in Mexiko

Auftrag vor der Einweihung

 

Die konsequente Internationalisierung der Willi Elbe Group schreitet mehr und mehr von der Theorie in die Praxis. Nach den Werken in Nanjing und Kuklén folgte nun Valle de Santiago. Im April 2017 wurde der mexikanische Standort offiziell einweiht. Neben China, Europa und Japan gilt die sogenannte NAFTA-Region als das weltweit wichtigste Zentrum der Automobilindustrie. Für die Willi Elbe Group erwies sich eine dortige Präsenz im Sinne langfristiger globaler Kundenbeziehungen somit als unverzichtbar. Erste Überlegungen reiften bereits vor Jahren. Nach intensiver Standortsuche und -auswahl ging dann alles recht schnell. Die Firmengründung erfolgte im Dezember 2015, bereits zwei Monate später begannen die Bauarbeiten, ehe im November das Gebäude bezogen wurde. Die Werksfreigabe durch BMW im Februar 2017 markierte schließlich einen weiteren wichtigen Meilenstein. Das beauftragte Produktionsvolumen des bayrischen Herstellers umfasst Wellrohr-Lenkspindeln für Modelle der 3-Reihe sowie X3 und X4.

Mehrere Abnehmer

 

Bedient werden damit sowohl die Standorte Spartanburg, USA und San Luis Potosi, Mexiko. Für Mercedes-Benz im mexikanischen Aguascalientes werden zudem Lenkspindeln für die MFA2-Plattform gefertigt. Noch befindet sich das Werk maschinell und personell in der Aufbauphase. In Bezug auf den Maschinenpark liegt das nächste Projekt in einer Anlage zur Montage von Nutzfahrzeug-Lenkspindeln, inklusive Stahlbearbeitung von Einzelkomponenten.  Das aktuelle Team soll innerhalb von fünf Jahren auf rund 100 Mitarbeiter anwachsen.

Gewisse Mentalitätsunterschiede

 

Bei der Personalakquise gibt es dabei signifikante Unterschiede im Vergleich zu Europa. So ist es in Mexiko durchaus üblich, Bewerbern vor einer Anstellung einen Hausbesuch abzustatten. Mentalitätsunterschiede sind außerdem nicht von der Hand zu weisen, nicht nur, was den Schärfegrad des Essens angeht. So kann ein verbindliches „jetzt/gleich“ – übersetzt „ahorita“ – sich vor Ort durchaus auf bis zu drei Wochen erstrecken. Dennoch fällt die interkulturelle Zusammenarbeit nicht schwer. Unter den Einheimischen herrscht große Offenheit. „Neulinge“, insbesondere Europäer, werden meist herzlich und schnell
aufgenommen. Nicht nur das stimmt optimistisch für eine positive Entwicklung des Standorts. Für Valle de Santiago sprechen auch eine gute Infrastruktur und ein attraktiver Arbeitnehmermarkt; Foto der Eröffnungszeremonie, von links: Vertreter des SENDAI Industrieparks Jose Antonio Mejia Granados, Deutsche Honorarkonsulin Monika von Allwörden de Orozco, Alexander Wohak, Staatssekretär Franco Herrera Sanchez, Bürgermeister Ing. Manuel Granados Guzman, Oliver Schmid.

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